Aus Manuels Podcast- und Beratungswissen
Innere Ruhe finden
Innere Ruhe im Alltag fördern: Tempo senken, Aufmerksamkeit sammeln und einen freundlicheren Umgang mit Unveränderlichem entwickeln.
Was dahinterstecken kann
Innere Ruhe ist kein dauerhaft störungsfreier Zustand. Sie zeigt sich darin, dass Sie Reize und Gedanken wahrnehmen können, ohne jedem sofort folgen zu müssen.
Sie wird durch körperliche Regulation, klare Prioritäten und die Annahme dessen unterstützt, was im Moment nicht veränderbar ist.
Was Orientierung gibt
Ruhe wächst eher durch wiederholte kleine Erfahrungen als durch einen einmaligen Rückzug aus dem Alltag.
Sie darf neben Verantwortung und aktiver Problemlösung bestehen; Akzeptanz bedeutet nicht, vermeidbare Belastung hinzunehmen.
Manuels Praxistipp
Der Praxistipp von Manuel
Setzen Sie Ruhe nicht nur an das Tagesende. Bauen Sie einen winzigen Übergang zwischen zwei Rollen oder Aufgaben, damit Ihr inneres Tempo überhaupt Gelegenheit bekommt, nachzukommen.
Probieren Sie es so:
- 1
Beenden Sie eine Aufgabe sichtbar: Fenster schließen, Material weglegen oder einen Haken setzen.
- 2
Atmen Sie zweimal ruhig aus und benennen Sie, was jetzt beendet ist.
- 3
Beginnen Sie die nächste Aufgabe erst nach zwei Minuten ohne neue Reize.
Was Ihnen jetzt helfen kann
- 1
Übergänge schaffen
Planen Sie zwischen zwei Aufgaben zwei ruhige Minuten, statt ohne Unterbrechung weiterzugehen.
- 2
Auf eine Sache kommen
Tun Sie eine alltägliche Handlung ohne paralleles Telefon, Audio oder Planen.
- 3
Unveränderliches benennen
Formulieren Sie klar, was heute außerhalb Ihres Einflusses liegt.
- 4
Körper einbeziehen
Nutzen Sie ruhiges Ausatmen, leichte Bewegung oder einen bewussten Spaziergang als regelmäßiges Signal.
- 5
Stille dosieren
Beginnen Sie mit wenigen Minuten ohne neue Reize und steigern Sie erst, wenn es hilfreich bleibt.
Was Sie heute direkt tun können
- Gehen Sie fünf Minuten ohne Telefon.
- Beenden Sie heute eine Mahlzeit ohne Nebenbeschäftigung.
- Schreiben Sie auf, was Sie für heute ruhen lassen.
Was langfristig wichtig ist
Eine ruhige Grundhaltung entsteht durch einen Rhythmus aus Aktivität, Kontakt, Rückzug und Schlaf, der zu Ihrem Leben passt.
Regelmäßige Reflexion hilft, unnötige Beschleuniger und dauerhafte Grenzüberschreitungen zu erkennen.
Fragen, die Ihnen helfen können
- Was treibt mein Tempo gerade an?
- Was liegt heute nicht in meiner Hand?
- Welche Form von Stille tut mir tatsächlich gut?
Was eher nicht hilft
- Ruhe als weitere Leistung zu behandeln.
- Konflikte nur mit Ablenkung zu überdecken.
- Alle unangenehmen Gefühle loswerden zu wollen.
Vertiefung
Passende Podcast-Folgen
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, können Sie hier direkt weiterhören. Die wichtigsten Impulse stehen bereits auf dieser Seite.
Diese Folge kann derzeit leider nicht abgespielt werden.
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